Wieviel hätten Sie denn gern? – Warum eine Bewerbung nicht zu lang sein sollte

Eine fette Bewerbung

© Eva-Maria Roßmann / pixelio.de

Eine Bewerbung sollte grundsätzlich nicht zu lang sein. Aber wie lang denn nun genau?
Wenn es um die eigene Geschichte geht, fehlt den meisten Bewerbern der Mut zur Lücke. Jedes Seminar, die Ausbildung, hier noch was – da noch was….

Lang ist allerdings auch oft langweilig. Auch bei der Bewerbung.

Nicht, dass die Bewerbung zu Unterhaltungszwecken dient, aber wenn sie sich flott liest, bleibt auch beim Leser ein entspannterer und positiver Gesamteindruck. Also: „Reduce to the Max“, wie der Werbefuzzi sagen würde: Soll heißen: die wichtigen Dinge müssen klar genannt und auf den Punkt gebracht werden. Ansonsten sieht der flüchtige Leser vor lauter Wald die Bäume nicht. Das Auge liest mit.

Ein Lebenslauf hat höchstens zwei Seiten

Pauschalgrundsätze, dass beispielsweise ein Lebenslauf auf eine oder zwei Seiten begrenzt sein muss, sind so falsch nicht. Auch ein Anschreiben sollte nicht eine Seite inklusive Briefkopf, Unterschrift und Datum nicht überschreiten und dabei gut lesbar bleiben. Zeugnisse, die ewig lang her oder für die Stelle nicht wichtig sind, lässt man besser weg. Und im Lebenslauf kann man kürzen, indem man redundante Inhalte, wie Tätigkeitsbeschreibungen zusammenfasst oder sehr lang zurückliegende Tätigkeiten nicht ausführlich angibt.

Eine Bewerbung ist so lang, wie sie sein muss

Radikal alles zu streichen, ist jedoch auch falsch: Wer beispielsweise viele verschiedene Projekte bearbeitet hat, viele wichtige Stationen im Leben hatte, die alle für die aktuelle Bewerbung relevant sind, der muss dies unterbringen. Aber auch dabei kann man tricksen: Das Auslagern von vielen Detailinformationen auf eine „Leistungsübersicht“, ein Blatt mit der „Übersicht Referenzen“ oder auch die technischen Angaben zu den Fähigkeiten eines Programmierers könne auf einem zusätzlichen Blatt untergebracht werden. So bleibt der Lebenslauf und das Anschreiben schlank und der zukünftige Arbeitgeber erhält alle Infos und behält trotzdem den Überblick.

Foto: Eva-Maria Roßmann / pixelio.de

4 comments

  • Eine schöne Aufzählung, ein Punkt fehlt mir in dieser allerdings: vor allem soll man ja sich selbst interessant machen. Und das passiert nur über reizvolle Auslassungen, sodass das Unternehmen nachfragen kann, was es mit diesem und jenen Aspekt auf sich hat.

  • jobinspektor

    Hallo Timo.
    Ja,“reizvolle Auslassungen“ sind für eine besonders gewiefte Bewerbung eine interessante Bereicherung. Jedoch: In der Praxis ist das beschriebene Problem der Überfüllung leider sehr viel häufiger. Für alle, die schon eine gute Bewerbung haben, kann es aber tatsächlich Sinn machen, nicht gleich die Hosen runter zu lassen, sondern erstmal interesante Fragen zu generieren.

  • Reiner

    wenn ich alle Praktikum und Stellen wo ich schon davor gearbeitet habe komme ich auf 3 Seiten…

    muss wohl was weglassen

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