Hobby in der Bewerbung? Welche schreib ich rein?

Hobbys  (nur englisch: Hobbies)gehören in einen klassischen Lebenslauf rein. so haben wir es in der Schule gelernt. Aber: Zeiten ändern sich. Nicht immer sind die Hobbys in einem Lebenslauf angebracht.

Welche Hobbys schreibe ich in einen Lebenslauf?

Wer in seinem Lebenslauf auch eine persönliche Note einbringen will, nutzt dazu gern die Hobbys. Die Kernfrage dabei sollte jedoch immer sein: „Welche Aussagekraft hat diese Angabe in Bezug auf die Bewerbung?“ Also: Wertet mich das Hobby aus Sicht des Arbeitgebers auf? Das muss man individuell beurteilen. Sind bei einem Schüler, der eine Ausbildung zum Mechatroniker sucht „PC-Tuning“ und „Modellbau“ interessante Hinweise auf seine Neigungen, wirken die bei einem Mittvierziger auf Leitungsebene eher lächerlich. Umgekehrt kann das Hobby „Fernreisen“ einen Manager auf internationalem Level interessant machen, wirkt bei einem Hochschulabsolventen aber etwas großspurig.

Hobbys, die jeder hat? Raus aus der Bewerbung

Wenn ich Radfahren, Lesen oder Schwimmen als Hobbys angebe, wirkt das ziemlich öd, es sei denn, es ist a) für den Job besonders interessant oder b) besonders ausgeprägt. In Kombination mit ehrenamtlicher Tätigkeit oder anderweitiger herausragender Leistung wird eine Langweiler dann doch wieder zum spannenden Leistungsträger: Teilnahme an internationalen Radrennsportveranstaltungen, Organisation des kulturellen Lesezirkels der Region oder Trainerin der Jugendabteilung im Schwimmverein: Hier trennt sich die Spreu vom Weizen.

Nicht übertreiben, bei den Hobbys in der Bewerbung

Zu viel des Guten ist auch hier manchmal peinlich: Wenn der Punkt „Hobbies“ zur Leistungsschau wird und die eigentlichen beruflichen Kompetenzen dadurch degradiert werden, sind selbst die besten Leistungen kontraprodutiv. Keiner kann Streber leiden. Grundsätzlich sollte man sich dazu nichts auss den Fingern saugen und bei der Wahrheit bleiben. Denn: Wenn der Personaler das gleiche Hobby hat, wird das Eis bei Nachfragen schnell dünn für Hochstapler. Im Zweifel lässt man die Hobys komplett weg. Das tut niemandem weh.

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