Die Tücken der Bewerbung – das Vorstellungsgespräch

(Gastbeitrag  von Luisa Solms) Bewerber sind nicht zu beneiden. Denn auf der Suche nach dem perfekten Kandidaten lassen sich Personaler einiges einfallen. Wer es ins Vorstellungsgespräch geschafft hat, hat noch lange nicht die halbe Miete. Denn in vielen Fällen geht es erst jetzt richtig los. Auf die Bewerber warten gemeine Fangfragen, gefolgt von ironischen Witzen und sarkastischen Bermerkungen. Nicht immer wissen es Personaler, den Bewerbern die Nervosität zu nehmen. Vielmehr wird das Bewerbungsgespräch zum Verhör. Hobbys im Lebenslauf? Schlecht. Langweilige Hobbys? Noch schlechter. Und tatsächlich raten Bewerbungsexperten dazu, auf Hobbys im Lebenslauf zu verzichten. Einzige Ausname: Hobbys, die eine Begabung oder ein Talent darstellen. Wer seine musikalische Begeisterung als Leiter eines Jugendchores unter Beweis stellt oder den ersten Preis bei Jugend forscht abgeräumt hat, darf hiermit angeben. Wer in seiner Freizeit gern liest oder kocht, muss das dem Personaler hingegen nicht unbedingt mitteilen.

Lücken im Lebenslauf – lieber nicht….

Wenig erwünscht sind auch Lücken im Lebenslauf. Lücken von mehr als drei Monaten sollte es nicht geben, sagen Experten. Stattdessen sollten Bewerber aufrichtig sein und den Road-Trip durch die USA  auch als solchen benennen. Auch Umschreibungen wie eine Auszeit sind gänzlich ungeeignet, um Lücken zu vertuschen und Personaler zu begeistern. Vielmehr besteht hier die Gefahr, sich vorzeitig und unnötig ins Aus zu befördern. Und nicht immer ist die Angst berechtigt, eine Reise während des Studiums könne den Personaler abschrecken und die Chancen vermindern. Personaler sind vielmehr auf der Suche nach Kandidaten mit interessantem Profil und ungewöhnlichen Stationen im Lebenslauf.

Hoch- oder tiefstapeln?

Doch auch ein lückenloser Lebenslauf schützt nicht vor Aufregung und Nervosität. Häufig fühlen sich Bewerber den Fragen der Personaler schutzlos ausgesetzt und wissen selbst keine passenden Fragen zu stellen. Wer es nicht wagt, nach dem Gehalt zu fragen, kann auf weniger riskante Themen zurückgreifen. Gern gesehen sind Fragen nach den Aufstiegs- und Entwicklungsmöglichkeiten, nach der Unternehmensphilosophie oder der Möglichkeit, Kollegen und Vorgesetzte kennenzulernen. Und dann wäre da auch noch die Angst, einen arroganten Eindruck beim Gegenüber zu hinterlassen, war es doch eigentlich das Ziel selbstbewusst zu wirken. Obgleich Arroganz vermieden werden sollte, sollten Bewerber keine Scheu haben, ihre Talente und Stärken zu betonen. Und auch wenn es die wenigsten mögen, sich zur Schau zu stellen, so ist es doch wichtig, sich im Bewerbungsgespräch gut zu verkaufen. Wer aus falscher Bescheidenheit zum Tiefstapeln neigt, kann schnell im Nachteil sein. Um sich vorzubereiten, raten Experten Bewerbern, den Blickwinkel eines Konsumenten auf der Suche nach einem bestimmten Produkt einzunehmen. Im Zentrum steht die Frage, was kann ich dem Unternehmen bieten und welche Fähigkeiten bringe ich mit, die für das Unternehmen relevant und gewinnbringend sind. Weiß man diese Fragen zu beantworten, so steht dem Erfolg nichts mehr im Wege!

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