Das Bewerbungsfoto – ein wichtiger Baustein der perfekten Bewerbung

Auch wenn es in anderen Ländern unüblich und mancherorts sogar verboten ist: ein Foto gehört in Deutschland immer noch als fester Bestandteil mit in eine Bewerbung. Personaler wollen sich mit dem Bewerbungsfoto gern ein Bild vom Bewerber machen und einen ersten persönlichen Eindruck gewinnen, auch wenn das Aussehen keine Aussage über die Qualifikation gibt, erfüllt es eine wichtige Aufgabe.

Gut aussehen muss man nicht, aber das Foto muss einen gut aussehen lassen

Ein Foto, das gut gemacht ist, professionellen Ansprüchen genügt und den Bewerber kompetent, sympathisch und motiviert zeigt, hilft enorm, in die nähere Auswahl bei der Bewerbung zu kommen. Zum einen sieht der Personaler an der Qualität des Fotos, was dem Bewerber seine Bewerbung wert ist. Zum anderen gibt es einen Vorgeschmack darauf, wie der Kandidat sich im Berufsleben präsentiert.

Kleidung, Frisur, Schmuck: Besonders Frauen haben es schwer auf einem Bewerbungsfoto

Während bei Männern fast immer mit Anzug und Krawatte das Styling abgeschlossen ist, sieht das bei Frauen anders aus. Zwar erwartet man von einer Frau, dass Sie sich weiblich kleidet und auch etwas Schminke auflegt, aber dennoch seriös, nicht tussig oder zu sexy rüberkommt. Auffälliger Schmuck und zu viel Haut sind Tabu, gar kein Schmuck oder der Rollkragenpulli aber auch unüblich. Hier muss die Dame einen der Branche und ihrem Typ gerecht werdenden Look hinbekommen.
Während Ganzkörperfotos beispielsweise für angehende Models, Empfangsdamen oder Flugbegleiterinnen durchaus Sinn machen, ist es in einem Bürojob eher zu aufdringlich, sich mit sinen Kurven zu zeigen.

Die Auswahl des Fotografen für die Bewerbungsfotos ist schwer.

Kaum ein guter Fotograf spezialisiert sich auf Bewerbungsfotos. Das ist vielen ambitionierten Fotografen zu öde. Trotzdem wird es angeboten, da die Nachfrage nunmal da ist. Ein Fotograf, der sonst eher künstlerischen Anspruch an seine Aufnahmen stellt, wird vermutlich über das Ziel hinausschießen und die Bewerber zu sehr als Model sehen. Das Ergebnis: Übertriebene und teure Fotos, die für eine seriöse Bewerbung einfach „too much“ von Allem sind. Die Alternative ist oft der Fotoladen um die Ecke. 30 Jahre Tradition, inhabergeführt. Hier wird oft aber auch seit 30 jahren Fotografie nach „Schema F“ gemacht. Fotografen, die Bewerbungs- und Passfotos schon in eine Kategorie stecken sollte man meiden. Denn Bewerbungsfotos sind KEINE Passfotos und umgekehrt.

Sind teure Fotos auch gute Bewerbungsfotos?

Klares Jein. Ein Fotograf sollte sich Zeit nehmen für Sie. Das kostet natürlich mehr, als ein Schnellschuss nach Standardeinstellung. Beratung, leichtes Schminken, Aufnahmen mit verschiedenen Outfits, die Fotos am Ende auf CD oder USB-Stick… Das kann man nicht für 10 Euro bekommen.
vernünftige Angebote liegen je nach Region zwischen 40 und 100 Euro. aber auch hier sollte man sich vorher anschauen, was der Fotograf denn so an Bewerbungsfotos schon gemacht hat. und: Wenn an nicht zufrieden mit seinen Bewerbungsfotos ist, dann sollte man den Fotografen darauf ansprechen und ggf. einen neuen Termin ausmachen.

„You never get the second chance to make a first impression“

So sollte man an die Sache „Bewerbungsfoto“ rangehen. Die Fotos sollten perfekt sein. Dafür lohnt es sich schonmal, ein bisschen Geld in die Hand zu nehmen. Und im Zweifelsfall sollte man neue Fotos machen, anstatt sich mit zweitklassigen Schnappschüssen die Chance auf den Traumjob zu verbauen.

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