Bewerbungsschreiben: Floskel, ick hör dir trapsen

Leider verlassen sich noch immer viel zu viele Menschen bei der Erstellung ihrer Bewerbung auf das, was sie einmal in der Schule gelernt haben oder das, was das Internet zum Suchbegriff „Musterbewerbung“ ausspuckt.

Eine blutleere Bewerbung: flexibel, belastbar, langweilig

Heraus kommt dabei dann meist eine einfältige und blutleere Bewerbung, die Floskel an Floskel reiht. Für den ungeübten Leser klingt das dann nach Bewerbung, aber für einen professionellen Bewerbercoach oder einen Personaler klingt das abscheulich und wird, im Falle des Personalers, zügig in die Ablage P sortiert.

Persönlichkeit zeigen in der Bewerbung

Dabei ist das Anschreiben der Teil der Bewerbung, der einer persönlichen Vorstellung gleichkommt. Im Anschreiben der Bewerbung kann man individuell und persönlich seine Vorzüge anpreisen. Diese Chance sollte man nicht vertun und mit Worten füllen, die nichts aussagen. Hier mal ein kleiner Auszug:

10 Dinge, die man in einem Bewerbungsanschreiben nicht mehr lesen will

„Ich bin flexibel, belastbar und verfüge über eine hohe Auffassungsgabe.“
„Sollte ich Ihr Interesse geweckt haben…“
„hiermit bewerbe ich mich“
„Ich bin geschickt im Umgang mit“
„Wie ich aus der Zeitung erfahren habe“
„Zu meinen Stärken zähle ich“
„mit großem Interesse habe ich Ihre Stellenanzeige auf Ihrer Homepage gelesen“
„Ich bitte Sie, diese Bewerbung vertraulich zu behandeln“
„x und y runden mein Profil ab“
„Sie suchen eine…“

Die Liste ließe sich endlos fortführen.Für das Anschreiben gibt es eigentlich nur einen Tipp:

Wer labert, verliert! Wer präsentiert, gewinnt.

Ein weiterer interessanter Artikel dazu auf Arbeits-ABC

2 comments

  • Spence

    da habe ich doch gleich die frage: wie formuliert man eine bewerbung, wenn man den ausbildungsplatz wechseln möchte. faktoren wie kollegium, etc. spielen absolut keine rolle. man möchte nur in ein größeres krankenhaus wechseln. mehr nicht 🙂

    • jobinspektor

      Hallo Spence!
      Bei einer Ausbildung hängt ja auch ein ganzer Rattenschwanz an formalen Dingen mit dran. Es ist eben keine normale Arbeitsstelle, sondern eine Ausbildung in einem Ausbildungsberuf, für den es auch eine schulische Ausbildung gibt etc.
      Da kommt es eben auf die Gründe an und ob das organisatorisch zu machen ist. Am besten du sprichst vor Ort mit den Leuten, wie das überhaupt organisiert wird.
      Für das eigentliche Bewerbungsschreiben wäre es sinnvoll, eine wirklich gute Begründung für den Wechsel zu nennen. Alles andere läuft wie bei einer normalen Bewerbung ab.
      Schau dich doch auch mal hier um: http://jobinspektor.de/mehr-tipps/individuelle-probleme/

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